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	<title>Kommentare fuer slov    ant    gali</title>
	<link>http://slovantgali.de</link>
	<description>Utopische Literatur und Frieden</description>
	<pubDate>Sat, 19 May 2012 18:22:04 +0000</pubDate>
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		<title>Kommentar zu Arbeitsmotivation im Sozialismus? von frieden</title>
		<link>http://slovantgali.de/2007/11/27/arbeitsmotivation-im-sozialismus/#comment-74</link>
		<author>frieden</author>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 16:48:17 +0000</pubDate>
		<guid>http://slovantgali.de/2007/11/27/arbeitsmotivation-im-sozialismus/#comment-74</guid>
		<description>Vielleicht haben wir hier das Kernproblem aller kommunistischen Theorie und Praxis überhaupt.
Es ist auf jeden Fall extrem vielschichtig.
Lass mich mit einem Proplem provokatorisch anfangen:
Was hältst du von der Entwicklung von Raketen, Raketenabwehrsystemen und Flugzeugträgern?
Was hältst du von der Möglichkeit mittels Handy fernzusehen?
Nehmen wir an, nichts?
Das eine ist eine im Sinne jeder gesamtmenschheitlichen Entwicklung destruktive Verwendung von Arbeitsleistung - entweder gerichtet auf direkte Zerstörung von anderen Leistungen oder auf deren Verhinderung - auf jeden Fall eine Minderung der Gesamtmasse dessen, was menschliche Arbeitskraft für Bedürfnisbefriedigung schaffen könnte.
Das andere ist ein künstliches Vorwärtstreiben überzogener "Bedürfnisse" unter dem primären Ziel aller "Marktwirtschaft", Profit zu erzielen.
Denk dir schon einmal diese zwei Dinge weg aus der Welt.
Denk dir weiter dazu, was das einzige Ziel einer menschenwürdigen Gesellschaft sein muss: Allen Menschen alle Möglichkeiten zu schaffen und zu entwickeln, mit denen sie sich als Menschliche Persönlichkeiten entfalten können, mit denen sie ihre sinne sinnvoll entwickeln, sich selbst als Ganzes durch die Befriedigung ihrer Bedürfnisse weiterentwickeln...
Daraus folgt:
1. Das eine Unmenge von "Arbeit" in Zukunft entfällt. Dies wird noch durch den Abbau der Geldwirtschaft in der Kommunismusentwicklung zusätzlich verstärkt.
2. Das Arbeitspotential für unseren heutigen "Lebensstandard" in seiner Verallgemeinerung, also in seiner Inanspruchnahme für jeden (!), wäre jetzt schon gegeben.
Die Forderung nach Erhöhung der Arbeitsproduktivität ist zumindest im Sinne von Arbeitshetze und Arbeitsmasse kontraproduktiv. 
Der in deiner Darstellung enthaltene Gedanke, die Menschen müssten zu mehr und besserer Arbeit getrieben werden, ist Folge kapitalistischer Arbeitsauffassung.  Ist es nicht sozialistischer/kommunistischer, wenn der Arbeitsplatz auch als Kommunikationsort benutzt wird, mit den Kollegen über die Kindererziehung (als Beispiel) gequatscht wird????
Für die Umwelt, die unsere Welt ist... und hoffentlich bleibt, ist es entschieden besser, wenn nicht so viel mehr produziert wird!
Das, was du als Problem siehst, ist sowohl geschuldet der ungünstigeren Ausgangsbedingungen, dass die "realsozialistischen" Wirtschaften also bevorzugte Opfer des Gesetzes vom tendenziellen Fall der Profitrate waren, als auch des laufend reproduzierten Konsumgesellschaftsdrucks, der damit zusammenhing.
Ich würde die Formel von der Arbeit als erstes Lebensbedürfnis nicht so eng sehen. Wir stehen am Ende des immer mehr. (Denke an die Braunkohletagebaue... gerade wegen ihrer internationalen Notwendigkeit für die DDR...)
Ich sehe das als Punkt eins!
Die Werktätigen haben in gewisser Hinsicht eine Arbeitsbeziehung gehabt, die AUCH Elemente einer zukünftigen enthielt!!! Nur hätten sie das unter den Rahmenbedingungen eines materiell-technisch überlegenen Kapitalismus (noch) nicht haben dürfen.
(Abbruch vor Punkt zwei, aber hierauf kann geantwortet werden...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht haben wir hier das Kernproblem aller kommunistischen Theorie und Praxis überhaupt.<br />
Es ist auf jeden Fall extrem vielschichtig.<br />
Lass mich mit einem Proplem provokatorisch anfangen:<br />
Was hältst du von der Entwicklung von Raketen, Raketenabwehrsystemen und Flugzeugträgern?<br />
Was hältst du von der Möglichkeit mittels Handy fernzusehen?<br />
Nehmen wir an, nichts?<br />
Das eine ist eine im Sinne jeder gesamtmenschheitlichen Entwicklung destruktive Verwendung von Arbeitsleistung - entweder gerichtet auf direkte Zerstörung von anderen Leistungen oder auf deren Verhinderung - auf jeden Fall eine Minderung der Gesamtmasse dessen, was menschliche Arbeitskraft für Bedürfnisbefriedigung schaffen könnte.<br />
Das andere ist ein künstliches Vorwärtstreiben überzogener &#8220;Bedürfnisse&#8221; unter dem primären Ziel aller &#8220;Marktwirtschaft&#8221;, Profit zu erzielen.<br />
Denk dir schon einmal diese zwei Dinge weg aus der Welt.<br />
Denk dir weiter dazu, was das einzige Ziel einer menschenwürdigen Gesellschaft sein muss: Allen Menschen alle Möglichkeiten zu schaffen und zu entwickeln, mit denen sie sich als Menschliche Persönlichkeiten entfalten können, mit denen sie ihre sinne sinnvoll entwickeln, sich selbst als Ganzes durch die Befriedigung ihrer Bedürfnisse weiterentwickeln&#8230;<br />
Daraus folgt:<br />
1. Das eine Unmenge von &#8220;Arbeit&#8221; in Zukunft entfällt. Dies wird noch durch den Abbau der Geldwirtschaft in der Kommunismusentwicklung zusätzlich verstärkt.<br />
2. Das Arbeitspotential für unseren heutigen &#8220;Lebensstandard&#8221; in seiner Verallgemeinerung, also in seiner Inanspruchnahme für jeden (!), wäre jetzt schon gegeben.<br />
Die Forderung nach Erhöhung der Arbeitsproduktivität ist zumindest im Sinne von Arbeitshetze und Arbeitsmasse kontraproduktiv.<br />
Der in deiner Darstellung enthaltene Gedanke, die Menschen müssten zu mehr und besserer Arbeit getrieben werden, ist Folge kapitalistischer Arbeitsauffassung.  Ist es nicht sozialistischer/kommunistischer, wenn der Arbeitsplatz auch als Kommunikationsort benutzt wird, mit den Kollegen über die Kindererziehung (als Beispiel) gequatscht wird????<br />
Für die Umwelt, die unsere Welt ist&#8230; und hoffentlich bleibt, ist es entschieden besser, wenn nicht so viel mehr produziert wird!<br />
Das, was du als Problem siehst, ist sowohl geschuldet der ungünstigeren Ausgangsbedingungen, dass die &#8220;realsozialistischen&#8221; Wirtschaften also bevorzugte Opfer des Gesetzes vom tendenziellen Fall der Profitrate waren, als auch des laufend reproduzierten Konsumgesellschaftsdrucks, der damit zusammenhing.<br />
Ich würde die Formel von der Arbeit als erstes Lebensbedürfnis nicht so eng sehen. Wir stehen am Ende des immer mehr. (Denke an die Braunkohletagebaue&#8230; gerade wegen ihrer internationalen Notwendigkeit für die DDR&#8230;)<br />
Ich sehe das als Punkt eins!<br />
Die Werktätigen haben in gewisser Hinsicht eine Arbeitsbeziehung gehabt, die AUCH Elemente einer zukünftigen enthielt!!! Nur hätten sie das unter den Rahmenbedingungen eines materiell-technisch überlegenen Kapitalismus (noch) nicht haben dürfen.<br />
(Abbruch vor Punkt zwei, aber hierauf kann geantwortet werden&#8230;</p>
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